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Notradio (Eigenbau)
Technische Daten:
Hersteller:  Eigenbau
Modelname:  unbekannt
Baujahr:  nach 1945
Betriebsart:  Geradeausempfänger,
Audion mit Rückkopplung und NF-Endstufe

Röhrenbestückung:   2 x RV12P2000
Stromversorgung:   Allstrom (220 - 230 Volt)
Abmessungen (B x H x T):  255 x 210 x 120 mm
Der Krieg war vorbei und die meisten verloren ihr Hab und Gut. Was übrig blieb lag in Schutt und Asche und jedes Metallteilchen war zu einem kostbaren Gut geworden. Hunger, Kälte und bittere Not kennzeichnen die Nachkriegszeit dennoch stand auch der Radio auf der Wunschliste ganz oben.
Die Radioindustrie war zerstört und was noch übrig blieb viel teilweise plündernden Besatzern zum Opfer. Die restlichen Maschinen wurden von den "Siegern" als Reparationsleistungen abtransportiert und die Sendeanlagen waren nicht mehr funktionsfähig.
Viele lebten jetzt vom Reparieren und Regenerieren noch übrig gebliebener Geräte und Röhren die aus den Trümmern gerettet wurden. Es entstanden in kurzer Zeit unzählige Hersteller und Händler von "Radiogeräten" deren Name Heute nicht mehr bekannt sind. Der handwerklich begabte Bastler baute sich sein Gerät selbst aus den Restteilen alter Wehrmachtsgeräte.

Ein interessantes Sammlergebiet sind deswegen die sogenannten Notradios oder Notzeitradios.
Die Geräte mancher Hersteller waren oft nicht von Geräten findiger Radiobastler zu unterscheiden.
Eins solches Gerät ist hier dokumentiert. Als Vorlage für den Bau diente vermutlich der Schaub Allstromempfänger E46 bzw. E47 ?
Als Röhre wurde meisst die Universalpentode RV12P2000 eingesetzt da diese nach dem Krieg noch in großen Stückzahlen aus dem militärischen Bereich verfügbar war. Die kleine und robuste Röhre wurde in den Funkgeräten der Wehrmacht bis zu Frequenzen von 300 MHz eingesetzt. Bei einer Heizspannung von 12,6V war die Röhre gut für einen Allstromempfänger mit Serienheizung einsetzbar.
Die folgenden Bilder zeigen so ein Allstrom-Audion mit Rückkopplung und zwei Pentoden RV12P2000.

Als ich ein solches Gerät erwarb waren so gut wie alle Drähte im Gerät durchgezwickt.
Das muß man nicht verstehen aber es ist mir doch unerklärlich wie man ein Gerät so zerstören kann. Auch der Selengleichrichter fehlte, aber die zwei Röhren saßen noch in ihren Fassungen und die Heizfäden waren zum Glück nicht unterbrochen.
Somit wollte ich das Gerät wieder zum Leben erwecken und entschloß mich das Gerät wieder instandzusetzen. Dabei sollte die Optik möglichst unverändert bleiben, so wie es bis Heute erhalten war. Insbesondere die kleine Gehäuserestauration, die der Betreiber des Gerätes wohl irgendwann einmal vornahm.
Auf den Bildern ist gut zu sehen wie der Besitzer des Gerätes wohl Vater oder Mutter`s Brotzeitbrettchen als neues Gehäuse-Seitenteil einsetzte ?
Weitere Defekte waren die Unterbrechung des Ausgangstransformators und die teergefüllten Papierkondensatoren. Die Kondensatoren wurden geöffnet, entkernt und Innen mit neuen Kondensatoren bestückt.
Den defekten Ausgangstrafo habe ich neu bewickelt und nachdem ich die Schaltung aufgrund der Röhrendaten und den noch vorhandenen Verbindungen herstellen konnte wurde das Gerät vorsichtig über einen Regeltrenntrafo in Betrieb genommen.
Dazu gleich ein wichtiger Hinweis !
Betreiben sollte man so ein Allstromgerät, aufgrund der fehlenden Netztrennung,
grundsätzlich nur über einen Trenntrafo !

Sofort hörte man erste Geräusche und auch die Rückkopplung des Audions setzte mit einem dezenten Pfeifton ein. Erste Versuche mit dem AM-Meßsender brachte zufriedenstellende Empfangsergebnisse und auch nach Anschluß meiner Hochdrahtantenne wurde der Sender Bayern auf 801 kHz lautstark hörbar.

Übrigens zur Zeit leider der einzige noch empfangbare Mittelwellensender nachdem sich Deutschland nach und nach von der Mittelwelle verabschiedet.
Wichtig war mir dabei das dieser Zeitzeuge wieder halbwegs funktionsbereit ist und der Nachwelt noch eine zeitlang erhalten bleibt.

Die folgenden Bilder zeigen das Gerät vor und nach der Restaurierung.
Detailbilder
Innenansicht
Innenansicht
Innenansicht
Antenneneingangsbuchsen und Vorkreis
Die beiden Röhrenfassungen
Das nachträglich angebrachte "Seitenteil"
Innen nach Restaurierung Eingangskreis und Antennenanschluß"
Chassis Innen nach Restaurierung
Innen nach Restaurierung Netzschalter und Selengleichrichter
Von Unten nach Restaurierung
Fertig restauriert von Hinten
Schaltplan
Hersteller

Ein Notradio
Das Notradio

In eigener Sache !
Reparaturlogo
Vorab bemerkt:
Bei dieser Seite handelt es sich um eine private Homepage !

Als ich vor vielen Jahren meine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker begann und danach meine Meisterprüfung in diesem Beruf absolvierte, eröffnete ich zusammen mit meiner Frau einen
Laden und Werkstatt für Unterhaltungselektronik
womit mein Hobby auch zu meinem Beruf wurde.
Dadurch hat sich über die Jahre auch einiges an Ersatzteilen angesammelt.
Wird also ein altes Bauteil wie z.B. eine seltene Röhre gesucht,
oder bei einer Restauration oder Reparatur Hilfe benötigt,
helfe ich gerne wo ich kann
wenn es meine knappe Freizeit erlaubt.

Anfragen und Kontakte jedoch bitte nur per E-Mail !!!
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