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Saba
Von der Fahrradklingel zum Radio

Benedikt Schwer gründet 1835 in Triberg (Schwarzwald) eine Uhrmacherwerkstatt, die erst sein Sohn und später der Enkel Hermann Schwer, ein gelernter Uhrmacher, übernimmt. Dieser leitet den Betrieb ab 1905 mit 20 Mitarbeitern und stellt vor allem Metallwaren wie Rasierapparate, Türklingeln und Fahrradglocken her.

Nach dem ersten Weltkrieg geht Hermann Schwer auf die Reise durch Europa um neue Märkte zu erschliessen. Im Frühjahr 1923 bereiste er die Schweiz und hörte in Zurich, im Studio von Telefunken, eine Rundfunksendung des Senders vom Pariser Eiffelturm über einen Detektorempfänger.
Die Entscheidung war gefallen, von nun an stellte man Einzelteile, wie Kopfhörer, Transformatoren, Drehkondensatoren etc., für Radioempfänger her.

Die Firma nannte sich nun Schwarzwälder-Apparate-Bau-Anstalt, August Schwer & Söhne, Villingen.
Die Anfangsbuchstaben "SABA" wurden zum Markenzeichen und die Zahl der Beschäftigten erreicht schnell ca. 200 Mitarbeiter.

1927 erhält die Firma SABA von Telefunken die Lizenz zum Bau eigener Radios. Ein junger Schweizer Ingenieur, Eugen Leuthold, entwickelte im Jahr 1930 ein Radio im Bakelitgehäuse, das Modell S35.
Bei der Vorstellung des Gerätes auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1931 bekam das Gerät aufgrund seines großen Erfolges den Beinamen "Sieger". Ein schlichter, dunkler Bakelitkasten mit drei Reglern, mit denen man die Sender einstellen und zwischen Lang- und Mittelwelle umschalten konnte. Es wurde zum Stückpreis von 190 RM (Reichsmark) angeboten und entpuppte sich schnell als Verkaufsschlager, so das im ersten Jahr schon mehr als 100000 Geräte verkauft wurden. Der S35 katapultiert die Schwarzwälder Firma in die Riege der zehn größten deutschen Radiogerätehersteller. Um die Nachfrage nach dem S35 zu befriedigen, lässt Hermann Schwer ein neues Fabrikgebäude bauen und die Fa. SABA stand jetzt mit einem Marktanteil von 10% neben Telefunken an zweiter Stelle der deutschen Radiogerätehersteller.

Im Jahr 1936 stirbt Hermann Schwer, seine Frau Johanna wird Universalerbin, jedoch mit verschiedenen Bestimmungen, so das die beiden Enkel, Hansjörg und Hermann Brunner-Schwer am 3.10.54 die Erbfolge antreten. Margarethe Brunner-Schwer, die einzige Tochter, lässt der Erblasser aus.
Der techn. Leiter, Josef Fricker, wird zum Geschäftsleiter.

Der zweite Weltkrieg zwang die Firma zur Umstellung auf Rüstungsgüter was aber auch eine Erweiterung der Produktionsanlagen einbrachte. Diese Werksanlagen wurden jedoch am 19. April 1945 von zwei Bombenvolltreffer vollständig zerstört. Nur das Verwaltungsgebäude blieb einigermaßen erhalten, lediglich das Dach wurde zerstört.

Nach dem Krieg produzierte man Fernsprecher für die Post. Der erste völlig neu konstruierte Nachkriegs-Apparat W46 stammte von SABA und wurde in kleinen Stückzahlen gefertigt. Während eines langwierigen Entnazifizierungsverfahrens gründen die Eigner im April 1947 die SABA-Vertriebs GmbH um einige frei verfügbare Mittel ansammeln zu können. Ende 1947 erhält SABA von der französischen Militärbehörde den Auftrag, ausschliesslich für Angehörige der französischen Besatzungsarmee Radios zu produzieren. Die Franzosen lassen jedoch stillschweigend zu, dass SABA Geräte für Eigengeschäfte abzweigt.
Ab den 1950er Jahren stellte SABA zusammen mit anderen bundesdeutschen Telefonbaufirmen auch den langjährigen Standard-Fernsprecher "W48" der Deutschen Bundespost her.

Aufgrund des Verfalls der Absorber-Patente von Elektrolux (Schweden) steigt SABA 1950 auch in die Fertigung von Kühlschränken ein, was aber relativ erfolglos blieb und beinahe dazu führte das der Fernsehboom verpasst wurde.
Erst 1957 wurde die verlustreiche Kühlschrankproduktion eingestellt, und die Brunner-Schwer-Brüder übernahmen die SABA Werke.

Der erste serienmäßig von SABA hergestellte Fernseher war der "Schauinsland W II". Es erfolgte eine Erweiterung des Werkes und neben den Fernsehgeräten wurde mit der Produktion von Tonbandgeräten und mobilen Radios begonnen. Mit der Einführung des PAL-Farbfernsehens wurden 1967 auch die ersten Farbfernsehgeräte ausgeliefert.

Zu den innovativen Neuerungen von SABA gehörte u. a. auch die drahtlose Ultraschall-Fernbedienung.

Der zunehmende Preisverfall der TV-Geräte wird für die ganze Branche problematisch, Neckermann bietet 1967 ein von Körting hergestelltes Gerät für unter 2000 DM an. Dazu kommen technische Probleme bei SABA wegen falsch dimensionierter Baugruppen. Zudem stocken Verhandlungen mit Telefunken betreffend direkter Beteiligung. Max Grundig vermasselt wegen einer heimlichen Intervention ein 1967 unterschriftsreifes, gutes Abkommen mit Philips. Grundig möchte einen 50 %-Anteil an SABA um Telefunken im Spiel zu halten!

In den 1970er Jahren drängen Japanische Unternehmen mit Billiggeräten auf den deutschen Markt und der Niedergang ist nicht mehr aufzuhalten. 1978 kaufte SABA die 2000er Serie von Sanyo und 1979 wurde die HiFi-Geräteherstellung aufgegeben. Nach der Übernahme durch Thomson 1981 und der Integration der Telefunken-Fabriken 1986 kam es teilweise zu enormen Überkapazitäten, die Entlassungen und Stellenabbau verursachten. In Villingen-Schwenningen blieben nur noch die Entwicklungsabteilung des Unternehmens.
Durch ständigen Handel mit Lizenzen und Patenten im internationalen Bereich wechselte der Name des Unternehmens häufig: Da waren z.B. die SEWEK, DEWEK, EWD, TTG, DTB und zuletzt die TTE Germany GmbH.

1988 starb der ehemalige Chef der SABA-Werke, Hermann Brunner-Schwer.

Mit der Insolvenz der TTE Germany, des chinesisch-französischen Joint Ventures zwischen TCL und Thomson, gingen im Jahre 2008 die letzten verbliebenen Arbeitsplätze in der Fernseherentwicklung am Standort Villingen-Schwenningen verloren.

Somit hat auch die Firma SABA den Kampf ums Überleben in dieser Branche verloren.

Weiterführende und interessante Seiten mit Informationen zu Saba:

Saba bei Wikipedia
Saba im HiFi-Museum Wiesbaden
Saba im Radiomuseum RMorg
Privates Saba-Forum von Michael Bentrup
Privatsammlung von Ralf Kläs "Antik-Radio"
Der legendäre Saba-Film auf Youtube

Saba 521WL

Details
Saba TG446 automatic
Details
Hersteller

Ein Notradio
Das Notradio

In eigener Sache !
Reparaturlogo
Vorab bemerkt:
Bei dieser Seite handelt es sich um eine private Homepage !

Als ich vor vielen Jahren meine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker begann und danach meine Meisterprüfung in diesem Beruf absolvierte, eröffnete ich zusammen mit meiner Frau einen
Laden und Werkstatt für Unterhaltungselektronik
womit mein Hobby auch zu meinem Beruf wurde.
Dadurch hat sich über die Jahre auch einiges an Ersatzteilen angesammelt.
Wird also ein altes Bauteil wie z.B. eine seltene Röhre gesucht,
oder bei einer Restauration oder Reparatur Hilfe benötigt,
helfe ich gerne wo ich kann
wenn es meine knappe Freizeit erlaubt.

Anfragen und Kontakte jedoch bitte nur per E-Mail !!!
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